Memorandum I

Ein Memorandum zur Weiterentwicklung von Herzgruppen-Studien

Nun wird die zweite Herzgruppenstudie HI-Herz.BIKE Saar am 10.September zum Abschluss kommen. Damit blickt die Dachorganisation „Herzgruppen-Saar“ auf die erfolgreiche Durchführung zweier wissenschaftlicher Studien zum Thema „Fahrradsport für Herzgruppen-Patienten mit dem Pedelec“. Wir haben die Aktivität das Projekt Herz.BIKE Saar genannt und damit proaktiv unterstellt, dass innerhalb diese Projektes weitere Studien folgen könnten.

Es hat sich gezeigt, dass unter dem persönlichen Einsatz engagierter Mitglieder der Herzgruppen und ihres Vorstandes solche Studien mit Pilotcharakter und anschließender wissenschaftlicher Auswertung und Publikation möglich sind.
Ihr Design hatte bisher nicht den Anspruch, den Vorgaben wissenschaftlicher Fachgesellschaften gemäß strukturiert zu sein, d.h. z.B. randomisiert-doppelblind und multizentrisch aufgebaut zu sein, doch gelten auch prospektive oder historische Vergleichs-Studien durchaus auch als legitim und liefern wissenschaftlich begründete Ergebnisse.
Es wäre ein Nachteil, wenn mit dem Ende der Studie auch die wissenschaftliche Tätigkeit unserer Herzgruppen-Organisation beendet wäre.

Daher plädiere ich als verantwortlicher Studienleiter dieser beiden Pilostudien dafür, auch weiterhin wissenschaftlich effizient zu sein und Untersuchungen aktueller Themen zu unterstützen. So sollte etwa das den Herzgruppen des Saarlandes (und vielleicht auch bundesweit) zugrundeliegende erhebliche vorhandene Datenmaterial als langfristige Projektarbeit dazu dienen, mit unterschiedlichen Fragestellungen eine seit langem bestehende Kenntnislücke aufzuarbeiten. Diese Lücke betrifft etwa seit Jahren fehlende Erkenntnisse zu Effekivität, Wirkung/Nebenwirkung und Wertung der Herzgruppenarbeit.

Weitere Themen könnten das Pilotprojekt Herz.BIKE Saar mit neuen E-Bike-Sudien betreffen, etwa den Zusammenhang zwischen Fahradtraining und Hypertonus bei Herzgruppenteilnehmern, oder eine thematisch an die Pilot-Studien anschließende Multicenter-Studie zum Trainingseffekt bearbeiten.

Dazu ist allerdings eine strukturierte Projektplanung notwendig. Diese wäre denkbar als dauerhafte Bindung an universitäre Zentren (z.B.Institute für Sportmedizin, kardiologische Abteilungen der Universitätsmedizin oder Allgemeinmedizin). Für die rehabilitative und präventive Medizin, mit Schwerpunkt Kardiologe und Sportmedizin – Sportkardiologie, wäre eine solche Struktur vorteilhaft.

Es bedarf aus meiner Sicht dabei auf der Organisationseite der Gründung eines wissenschaftlichen Komitees (Kommission, Konvent), über dessen Zusammensetzung diskutiert werden muss. Vorstandsmitglieder, Ärzte, Beisitzer und wären zu motivieren. Politische Einrichtungen wie Ministerien wären ebenfalls aktiv einzubinden.

Studien kosten Geld. Auch hier muss bei der Einrichtung eines solchen größerem Projekts daran gedacht werden, möglichst frühzeitig Sponsoren, Spenden und Finanzierungen einzubinden. Dies ist keine leichte Aufgabe, doch hat sich gezeigt, dass die letzte Studie HI Herz.BIKE Saar (II) durch den überaus effizienten Einsatz Helmut Röders durchaus ausreichende Finanzquellen (Kostenräger, Ministerien) stimuliert werden können. Die Studie war deshalb zu 100% spendenfinanziert.

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