Einführung

Herz.BIKE Saar ist ein langfristiges Fahrradprojekt der Saarländischen Herzgruppen (elektrisch unterstütztes Radfahren mit dem Pedelec), das bisher in zwei unterschiedlichen Teilprojekten angelegt wurde. Das zweijährige Projekt Herz.BIKE Saar-I: (2015-2016) endete am 26. Oktober 2016. Es hatte sich zum Ziel gesetzt, das  Pedelecfahren für Herzpatienten als ergänzende Maßnahme der Rehabilitation in der Phase III einzuführen. Es leistete einen Beitrag zur Akzeptanz der Elektromobilität und auch zur Volksgesundheit. Es wurde unterstützt vom Verband der Saarländischen Herzgruppen sowie vom ADFC-Saar und dem Ministerium für Gesundheit, Frauen, Soziales und Familie.
Ein zweites Projekt ab 2017 (Herz.BIKE Saar-II; HI-Herz.BIKE Saar) befasst sich mit der Frage der Eignung dieser Fahrräder für definierte Patienten mit einer leicht- bis mittelgradigen Herzmuskelschwäche (HFrEF und HFmrEF) befassen. Es wird vom Ministerium für Gesundheit, Frauen, Soziales und Familie und von den Saarländischen Krankenkassen als Sponsoren unterstützt (Sponsorenliste).
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und  ist von der Ethikkommission der Ärztekammer des Saarlandes als prospektive Pilotstudie genehmigt.

Die dem Projekt zugrundeliegende Überlegung ist, dass Radfahren als sinnvolle Ergänzung zum Bewegungs- und Trainingsangebot der Herzgruppen angesehen werden kann, obwohl diese Sportart bei den meisten Herzgruppen bundesweit keinen oder nur geringen (oft privaten) Eingang gefunden hat. Dies liegt einerseits an altersbedingten Problemen, wie mangelnde oder fehlende  Radfahr-Übung, Krankheiten des Bewegungsapparats, andererseits daran, dass die Belastbarkeit, die beim Herzkranken oft eingeschränkt ist, beim konventionellen Radfahren nur schlecht dosiert werden kann. Es ist saisonal (meist auf den Sommer) begrenzt.

Dies hat sich jedoch mit der Entwicklung der so genannten E-Bikes, d.h. Fahrrädern mit Elektromotor, geändert. Die Sondergruppe der Pedelecs (pedaling electric cycles) gestattet das durch einen Elektromotor unterstützte Fahren auf unterschiedlichen Unterstützungsstufen bis 25 km/h und läßt damit eine dosierte körperliche Belastung des Herzpatienten zu. Der Einsatz dieser Fahrräder gestattet es, das Radfahren auch für jene Patienten zu ermöglichen, die dies nicht mehr konnten und gerne wieder aufs Rad steigen möchten. Es ist damit eine Aktivität, die vor allem außerhalb der regulären Herzgruppentreffen ausgeübt werden kann und so eine bestehende Lücke füllt.